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Ktima Dio Ipsi liegt bei Agios Andreas im Nordwesten des Peloponnes. Die Weinberge verteilen sich auf zwei gegenüberliegende Hänge, auf die auch der Name „Dio Ipsi“ – „zwei Höhen“ – verweist. Unterschiedliche Ausrichtungen, Bodenformationen und der Einfluss des Ionischen Meeres prägen die Bedingungen des Guts.
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Ktima Dio Ipsi: Weinbau zwischen zwei Hängen auf dem Peloponnes
Ktima Dio Ipsi liegt in Ilia im Nordwesten des Peloponnes. Der biologisch bewirtschaftete Weinberg erstreckt sich über zwei einander gegenüberliegende Hänge und umfasst griechische sowie internationale Rebsorten. Vier Weine bilden das konzentrierte Portfolio des Guts: Dialogos White, Dialogos Red, Trilogia und Monologos.
Ein Weinberg mit besonderer Topografie
Das Weingut befindet sich bei Agios Andreas in einer geschützten Tallage unweit des antiken Ilida. Der Name „Dio Ipsi“ – zwei Höhen – verweist auf die beiden gegenüberliegenden Hänge, über die sich der Weinberg erstreckt.
Die Rebfläche umfasst 14,5 Hektar und wird nach den Vorgaben des ökologischen Weinbaus bewirtschaftet. Kydonitsa, Assyrtiko, Agiorgitiko, Mavrodaphne und Vertzami stehen neben Cabernet Sauvignon, Syrah und Malbec. Ein alter Olivenhain mit Koroneiki-Bäumen gehört ebenfalls zum Gut.
Sand, Lehm und kalkhaltige Bestandteile bestimmen den Bodenaufbau. Auffällig ist der hohe Anteil an Muschelschalen, der auf die geologische Vergangenheit der Landschaft verweist. Für die Reben sind vor allem Drainage, Wasserspeicherung und Durchwurzelbarkeit relevant. Ein bestimmter sensorischer Eindruck lässt sich aus einzelnen Bodenbestandteilen nicht unmittelbar ableiten.
Das mediterrane Klima bringt milde Winter und warme Sommer. Luftströmungen vom Ionischen Meer können hohe Temperaturen abmildern und die Weinberge während der Reifephase belüften. Wie sich ein Jahrgang entwickelt, hängt dennoch ebenso von Niederschlag, Rebsorte, Ausrichtung und Lesezeitpunkt ab.
Von Christos Kokkalis zu Ktima Dio Ipsi
Die Geschichte des Weinbergs begann 1990. Christos Kokkalis pflanzte bei Agios Andreas zunächst vor allem Cabernet Sauvignon und legte damit die Grundlage für Trilogia.
Im Jahr 2014 übernahmen Vangelis Gerovassiliou und Vassilis Tsaktsarlis, die Gründer von Ktima Biblia Chora, den Betrieb. Das Gut erhielt anschließend den Namen Ktima Dio Ipsi. Die ursprünglichen Cabernet-Sauvignon-Anlagen blieben erhalten und bilden weiterhin die Grundlage des Trilogia.
Das heutige Sortiment ist bewusst überschaubar. Dialogos White und Dialogos Red verbinden jeweils zwei Rebsorten miteinander. Trilogia und Monologos stellen dagegen Cabernet Sauvignon und Malbec reinsortig in den Mittelpunkt.
Trilogia: Das historische Cabernet-Sauvignon-Label
Trilogia stammt aus dem ältesten Teil des Weinbergs und wird vollständig aus Cabernet Sauvignon erzeugt. Die Reben gehen auf die ersten Pflanzungen von Christos Kokkalis zurück.
Die Erträge sind bewusst niedrig. Nach der Lese Ende August vergären die entrappten und angequetschten Trauben im Edelstahltank. Eine verlängerte Maischestandzeit geht dem 15-monatigen Ausbau in neuen französischen Eichenfässern voraus.
Rote Johannisbeere, Himbeere und dunkle Beeren bilden den fruchtigen Kern. Tabak, Zedernholz, Gewürze, Vanille und Milchschokolade zeigen den deutlichen Einfluss des Fassausbaus. Am Gaumen besitzt der Wein einen kräftigen Körper, feste Tannine und einen langen, trocken-würzigen Nachhall.
Trilogia ist auf eine längere Flaschenentwicklung angelegt. Junge Jahrgänge sollten ausreichend belüftet und in einem großen Rotweinglas serviert werden. Rindfleisch, geschmortes Lamm, Fleisch vom Grill und geräucherter Käse entsprechen seiner Intensität und Gerbstoffstruktur.
Monologos: Malbec aus Ilia
Monologos stellt Malbec reinsortig in den Mittelpunkt. Die Trauben werden Anfang August von Hand gelesen und unmittelbar nach der Ankunft im Keller entrappt und angequetscht.
Die Gärung findet im Edelstahltank statt und wird von einer längeren Extraktionsphase begleitet. Danach reift der Wein zwölf Monate in französischer Eiche.
Brombeere, Pflaume und Veilchen bestimmen zunächst das Bouquet. Mit zunehmender Belüftung treten Vanille, Zedernholz und Milchschokolade hinzu. Der Wein besitzt einen vollen Körper, kräftige Gerbstoffe und eine natürliche Säure, die der dunklen Frucht einen festen Rahmen gibt.
Dialogos White: Kydonitsa und Assyrtiko
Dialogos White verbindet die peloponnesische Rebsorte Kydonitsa mit Assyrtiko. Die beiden Sorten werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten gelesen: Assyrtiko erreicht seine Reife gewöhnlich Ende August, Kydonitsa folgt Anfang September.
Nach der Lese werden die Trauben entrappt und gepresst. Die Gärung erfolgt bei niedriger Temperatur im Edelstahltank. Anschließend verbleibt der Wein vier Monate auf der Feinhefe.
Kydonitsa bringt Quitte, helle Frucht und florale Nuancen ein. Assyrtiko ergänzt Zitrusfrüchte, Limette und eine festere Säurestruktur. Das Feinhefelager verleiht dem trockenen Weißwein zusätzliche Textur, ohne seine klare Frucht zu verdecken.
Dialogos Red: Syrah und Agiorgitiko
Dialogos Red führt Syrah und Agiorgitiko zusammen. Syrah wird früher gelesen, während Agiorgitiko mehr Zeit für die Entwicklung seiner Frucht und Gerbstoffe erhält.
Vor der alkoholischen Gärung erfolgt eine einwöchige kalte Mazeration. Nach der längeren Maischestandzeit reift der Wein zwölf Monate in französischen Eichenfässern.
Syrah bringt dunkle Beeren, Pfeffer, Veilchen und würzige Komponenten ein. Agiorgitiko ergänzt Kirsche, rote Frucht und eine geschmeidigere Gerbstoffstruktur. Der Holzausbau erweitert das Profil um Zedernholz, Schokolade und milde Röstnoten.