„Santorini-Assyrtiko von Santo Wines mit Weingläsern vor der Caldera bei Sonnenuntergang“

Santo Wines 1911

Santo Wines gehört zu den prägenden Erzeugern Santorinis und vereint die Arbeit zahlreicher Weinbauern der Insel. Alte Rebanlagen, vulkanisch geprägte Böden sowie das trockene und windreiche Klima bestimmen die Herkunft der Weine. Im Mittelpunkt steht Assyrtiko, das hier trockene Weißweine mit ausgeprägter Säure, fester Textur und beachtlicher Reifefähigkeit hervorbringt.

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Santo Wines 1911 | Santorini Kameni 2021

€39,90
Regulärer Preis €39,90
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    Santo Wines 1911 | Santorini Kontarades 2022

    €59,90
    Regulärer Preis €59,90
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      Santo Wines 1911 | Santorini Nychteri 2022

      €36,90
      Regulärer Preis €36,90
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        Santo Wines 1911 | Vin Santorini 2020

        €45,00
        Regulärer Preis €45,00
        Stückpreis€90,00l

          Santo Wines: Die Weinkultur Santorinis in gemeinschaftlicher Hand

          Santo Wines vereint die Arbeit zahlreicher Winzerfamilien, deren kleine Parzellen über die Vulkaninsel Santorini verteilt liegen. Alte Reben, traditionelle Kouloura-Erziehung und ein außergewöhnlich trockenes, windgeprägtes Klima bestimmen die Herkunft. Im Mittelpunkt stehen Assyrtiko, Nykteri und lange gereifter Vinsanto – drei eigenständige Ausdrucksformen derselben Insel.

          Eine Genossenschaft mit besonderer Verantwortung

          Santo Wines ist kein klassisches Weingut mit geschlossenem Rebflächenbesitz. Hinter der Kellerei steht die Union of Santorini Cooperatives, deren Geschichte bis ins Jahr 1911 zurückreicht. Rund 1.200 aktive Mitglieder bewirtschaften vielfach kleine, über Generationen erhaltene Weinberge.

          Diese gemeinschaftliche Struktur besitzt auf Santorini eine besondere Bedeutung. Die Rebflächen sind stark parzelliert, die Erträge niedrig und die Arbeit in den bodennah erzogenen Weinbergen kaum mechanisierbar. Die Genossenschaft bündelt das Lesegut der einzelnen Betriebe, übernimmt Vinifikation und Reife und sichert damit einen wesentlichen Teil der historischen Weinlandschaft der Insel.

          Die 1992 errichtete Kellerei liegt bei Pyrgos und wurde terrassenförmig in den Hang gebaut. Ihr mehrstufiger Aufbau ermöglicht eine Verarbeitung, bei der Most und Wein in mehreren Phasen durch Schwerkraft bewegt werden können. Diese Architektur dient einer schonenden Kellerarbeit und erlaubt zugleich die getrennte Behandlung unterschiedlicher Rebsorten, Qualitätsstufen und Ausbaumethoden.

          Vulkanische Böden und historische Rebanlagen

          Santorini entstand durch vulkanische Aktivität. Asche, Bimsstein, Sand und dunkles Gestein prägen die Weinberge und unterscheiden sie deutlich von lehm- oder kalkreichen Regionen des griechischen Festlands.

          Die Böden enthalten nur geringe Mengen an organischer Substanz und Ton. Niederschläge sind selten, die Sommer trocken und die Winde häufig kräftig. Unter diesen Bedingungen bleibt der natürliche Ertrag gering, während die Trauben eine ausgeprägte Konzentration entwickeln können.

          Der hohe Sandanteil verhinderte die dauerhafte Ausbreitung der Reblaus. Zahlreiche Reben wachsen deshalb bis heute wurzelecht. Ihre unterirdischen Systeme können wesentlich älter sein als die oberirdisch sichtbaren Pflanzenteile, da die Weinberge traditionell durch Absenker erneuert werden.

          Die Herkunft zeigt sich im Wein nicht als direkte Übertragung vulkanischer Gesteine. Sie wirkt über Wasserversorgung, Ertragsniveau, Reifeverlauf und die besondere Anpassung der Reben an Wind und Trockenheit.

          Kouloura: Weinbau in Bodennähe

          Die traditionelle Kouloura gehört zu den charakteristischen Merkmalen Santorinis. Die Triebe werden über Jahre zu einer niedrigen, korbförmigen Struktur verflochten. Im Inneren entwickeln sich die Trauben, besser geschützt vor Wind, aufgewirbeltem Sand und intensiver Sonneneinstrahlung.

          Schnitt, Pflege und Lese erfolgen weitgehend von Hand. Die Kouloura ist deshalb weit mehr als ein historisches Erziehungssystem. Sie ermöglicht den Weinbau unter Bedingungen, die für hoch erzogene Reben kaum geeignet wären, und bestimmt bis heute die Arbeit in vielen alten Parzellen.

          Assyrtiko: Die weiße Signatur Santorinis

          Assyrtiko prägt die trockenen Weißweine von Santo Wines. Die Rebsorte bewahrt auch bei hoher Reife eine ausgeprägte Säure und entwickelt auf Santorini Weine mit fester Textur, trockenem Verlauf und bemerkenswerter Länge.

          Junge Ausführungen zeigen häufig Zitrone, Grapefruit, helle Steinfrucht und getrocknete Kräuter. Hinzu kommen salzig, rauchig oder steinig wirkende Eindrücke, die der Aromatik eine herbe Kontur verleihen.

          Der klassische Santorini Assyrtiko konzentriert sich auf die unmittelbare Verbindung aus Zitrusfrucht, Säure und Textur. Je nach Jahrgang und Ausbau können die Weine im Glas zusätzliche Noten von Wachs, Kräutern und reifer Frucht entwickeln.

          Mit längerer Reifung verändert sich die Stilistik. Die Frucht wird ruhiger, während Honig, Bienenwachs, Nüsse und getrocknete Kräuter stärker hervortreten. Gerade strukturierte Abfüllungen zeigen, dass Santorini-Assyrtiko nicht ausschließlich für den frühen Genuss bestimmt ist.

          Assyrtiko mit längerer Reife

          Die gereiften Assyrtiko-Ausführungen von Santo Wines zeigen eine weitere Seite der Rebsorte. Fass- und Flaschenlagerung verändern die anfänglich zitrische Aromatik und führen zu einer komplexeren Verbindung aus Frucht, Hefe und Holz.

          Typisch sind reifer Pfirsich, Zitronenschale, Honig, Wachs, Mandeln und dezente Röstnoten. Die Säure bleibt dabei der tragende Bestandteil und ermöglicht eine lange Entwicklung.

          Solche Weine sollten nicht zu kalt serviert werden. Ein großes Weißweinglas und etwas Zeit nach dem Öffnen unterstützen die Entfaltung der gereiften Aromen und der dichteren Textur.

          Weitere Rebsorten Santorinis

          Aidani und Athiri ergänzen das weiße Rebsortenspektrum der Insel. Aidani bringt florale Noten, reife Frucht und eine weichere Textur ein. Athiri zeigt häufig Zitrusfrucht und einen leichteren, zugänglicheren Verlauf.

          Unter den roten Sorten besitzen Mandilaria und Mavrotragano besondere Bedeutung. Mandilaria liefert Farbe, Säure und ein festes Gerbstoffgerüst. Mavrotragano verbindet dunkle Beeren, Veilchen, Kräuter und Pfeffer mit einer ausgeprägten Tanninstruktur.

          Die Mengen roter Santorini-Weine bleiben im Vergleich zu Assyrtiko gering. Sie erweitern das Sortiment jedoch um eine Seite der Insel, die außerhalb Griechenlands noch immer deutlich weniger bekannt ist.