„Weinrebe auf kargem Vulkanboden von Santorini mit dunklem Lavagestein“

Mineralisch

Mineralität prägt viele griechische Weine durch salzig, steinig oder kreidig wirkende Nuancen. Vulkanische Inseln, kalkhaltige Standorte, maritime Einflüsse und hoch gelegene Weinberge schaffen dafür sehr unterschiedliche Voraussetzungen. Im Glas zeigt sich dieser Eindruck im Zusammenspiel von Säure, Textur, Frucht und einem klaren, trockenen Nachhall.

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Kir-Yianni |  Assyrtiko The North 2025

€15,90
Regulärer Preis €15,90
Stückpreis€21,20l

    Domaine Sigalas | Nychteri 2019

    €76,90
    Regulärer Preis €76,90
    Stückpreis€102,53l

      Ktima Biblia Chora | Ovilos Weißwein 2023

      €38,00
      Regulärer Preis €38,00
      Stückpreis€50,67l

        Ktima Biblia Chora | Vidiano Sole 2024

        €20,90
        Regulärer Preis €20,90
        Stückpreis€27,87l

          Ktima Dyo Ypsi | Dialogos Weißwein 2025

          €19,90
          Regulärer Preis €19,90
          Stückpreis€26,53l

            Santo Wines 1911 | Santorini Kontarades 2022

            €59,90
            Regulärer Preis €59,90
            Stückpreis€79,87l

              Santo Wines 1911 | Santorini Nychteri 2022

              €36,90
              Regulärer Preis €36,90
              Stückpreis€49,20l

                Domaine Costa Lazaridis | Château Julia Assyrtiko 2024

                €18,90
                Regulärer Preis €18,90
                Stückpreis€25,20l

                  Ktima Alpha Estate | Assyrtiko Single Block “Aghia Kiriaki” 2023

                  €24,90
                  Regulärer Preis €24,90
                  Stückpreis€33,20l

                    Kechris Winery | Tear of the Pine LN21

                    €19,90
                    Regulärer Preis €19,90
                    Stückpreis€26,53l

                      Domaine Papagiannakos | Assyrtiko 2024

                      €14,90
                      Regulärer Preis €14,90
                      Stückpreis€19,87l

                        Mega Spileo Estate | Orange Wine Natural 2017

                        €34,90
                        Regulärer Preis €34,90
                        Stückpreis€46,53l

                          Canava Chrissou Tselepos | Santorini Assyrtiko 2022

                          €59,90
                          Regulärer Preis €59,90
                          Stückpreis€79,87l

                            Mineralische griechische Weine: Herkunft, Textur und Rebsorten

                            Mineralität zeigt sich im Wein nicht als einzelnes Aroma und lässt sich auch nicht unmittelbar aus dem Gestein ableiten. Gemeint ist ein sensorischer Eindruck aus Säure, trockener Textur sowie salzig, kreidig, rauchig oder steinig wirkenden Nuancen. Assyrtiko, Xinomavro und Mavrotragano zeigen, wie unterschiedlich diese Kontur in griechischem Weiß- und Rotwein ausfallen kann.

                            Was Mineralität im Wein beschreibt

                            Ein mineralisch wirkender Wein muss nicht fruchtarm oder besonders säurebetont sein. Entscheidend ist das Verhältnis von Frucht, Säure, Gerbstoff und Mundgefühl. Manche Weine erinnern im Duft an Feuerstein, Kreide oder nassen Stein; bei anderen zeigt sich Mineralität eher als salzige, trockene oder leicht griffige Empfindung im Nachhall.

                            Rebsorte, Klima, Ertragsniveau, Lesezeitpunkt und Vinifikation wirken dabei zusammen. Boden und Herkunft beeinflussen den Wasserhaushalt und den Reifeverlauf der Reben, werden jedoch nicht als mineralischer Geschmack direkt in den Wein übertragen.

                            Assyrtiko: Salzige Kontur und feste Textur

                            Assyrtiko gehört zu den prägendsten Rebsorten für mineralisch wirkenden griechischen Weißwein. Besonders auf Santorini entstehen trockene Weine mit ausgeprägter Säure, dichter Textur und einem langen, klar geführten Nachhall.

                            Zitrone, Grapefruit und helle Steinfrucht verbinden sich häufig mit getrockneten Kräutern sowie salzig, rauchig oder steinig wirkenden Eindrücken. Diese Wahrnehmung entsteht nicht allein durch den vulkanischen Boden. Trockenheit, starke Winde, niedrige Erträge, alte Reben und die natürliche Säure der Sorte bestimmen den Charakter ebenso deutlich.

                            Auf dem griechischen Festland zeigt Assyrtiko häufig mehr reife Frucht und einen weicheren Verlauf. Die Sorte bewahrt jedoch auch dort ihre feste Struktur und kann je nach Standort eine kreidige oder leicht salzige Kontur entwickeln.

                            Mit der Flaschenreife treten neben Zitrusfrucht zunehmend Wachs, Honig, Nüsse und getrocknete Kräuter hervor. Die mineralisch wirkende Struktur bleibt dabei häufig als trockener, straffer Rahmen erhalten.

                            Xinomavro: Mineralität über Säure und Gerbstoff

                            Bei Xinomavro zeigt sich der mineralische Eindruck weniger über Salz oder Feuerstein als über Textur. Die Rebsorte besitzt eine ausgeprägte Säure, ein festes Tanningerüst und häufig eine vergleichsweise helle Farbe.

                            Junge Weine zeigen Sauerkirsche, rote Johannisbeere, Tomate, schwarze Olive und getrocknete Kräuter. Je nach Herkunft können kreidig, erdig oder steinig wirkende Nuancen hinzukommen. Sie treten vor allem im Mundgefühl und im trockenen Nachhall hervor.

                            Naoussa bringt häufig kräftiger strukturierte Xinomavro-Weine mit markantem Tannin und erdiger Würze hervor. In Amyndeon können die höheren und kühleren Lagen eine stärker von roter Frucht, floralen Noten und feinerer Gerbstoffstruktur geprägte Stilistik begünstigen.

                            Mit zunehmender Flaschenreife werden die Gerbstoffe geschmeidiger, während Tabak, Leder, getrocknete Blätter und erdige Gewürze an Bedeutung gewinnen. Die mineralisch wirkende Kontur entsteht dabei aus der Verbindung von Säure, Tannin und trockener Textur.

                            Mavrotragano: Dunkle Frucht und vulkanisch geprägte Würze

                            Mavrotragano ist eine seltene rote Rebsorte der Kykladen und besonders eng mit Santorini verbunden. Ihre Weine besitzen häufig dunkle Frucht, ein festes Gerbstoffgerüst und eine würzige, teilweise rauchige Aromatik.

                            Schwarze Kirsche, Brombeere und dunkle Waldfrüchte werden von Veilchen, Pfeffer, getrockneten Kräutern und Tabak begleitet. Je nach Ausbau können Graphit, Kakao, Rauch oder steinig wirkende Nuancen hinzukommen.

                            Die mineralische Wahrnehmung zeigt sich bei Mavrotragano vor allem in der festen Textur und im trockenen, leicht herben Nachhall. Die Rebsorte besitzt genügend Säure, um Frucht und Tannin zu führen, verlangt jedoch eine sorgfältige Traubenreife und eine zurückhaltende Extraktion.

                            Zu intensive Maischestandzeiten oder dominantes neues Holz können die Herkunft und die sortentypische Würze überdecken. Präzise ausgebaute Weine verbinden dunkle Frucht, Gerbstoff und rauchig-steinige Eindrücke zu einem klar gegliederten Rotweinprofil.