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Domaine Papagiannakos liegt in Markopoulo, im trockenen Weinbaugebiet Mesogeia östlich von Athen. Seit Generationen widmet sich die Familie vor allem dem Savatiano und zeigt die Rebsorte in unterschiedlichen Ausbauformen. Alte, nicht bewässerte Reben und kalkhaltige Böden bilden die Grundlage für trockene Weißweine mit gelber Frucht, Kräuterwürze und ausgeprägter Textur.
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Domaine Papagiannakos: Savatiano und die Weinlandschaft von Markopoulo
Domaine Papagiannakos ist seit vier Generationen mit dem Weinbau in Markopoulo verbunden. Alte Savatiano-Reben, trockene Weinberge und kalkhaltige Böden bilden den Kern des Hauses. Das Sortiment zeigt die Rebsorte in mehreren klar unterscheidbaren Ausführungen – vom geradlinigen Weißwein über Einzellage und Holzreife bis zum Retsina.
Vier Generationen Weinbau in Attika
Die Geschichte des Weinguts begann 1919, als Vassilis Papagiannakos erstmals ein Fass mit Savatiano aus der eigenen Ernte füllte. Sein Sohn Giannis erweiterte ab den 1960er-Jahren die Rebflächen und modernisierte die technische Ausstattung des Betriebs.
Mit der dritten Generation rückte die eigenständige Qualität des Savatiano stärker in den Mittelpunkt. Nach seiner Ausbildung und ersten beruflichen Erfahrungen widmete sich Vassilis Papagiannakos systematisch einer Rebsorte, die damals vorwiegend für einfache Weißweine und Retsina verwendet wurde. 1996 erschien der erste abgefüllte Savatiano des Hauses.
In den folgenden Jahren kamen Malagouzia, Assyrtiko und Agiorgitiko hinzu. Savatiano behielt dennoch seine zentrale Stellung. Heute führt die vierte Generation die Familiengeschichte fort und arbeitet mit einem Portfolio, das die unterschiedlichen Möglichkeiten der Rebsorte deutlich voneinander abgrenzt.
Markopoulo und die Weinberge von Mesogeia
Markopoulo liegt in Mesogeia im Osten Attikas. Das Gebiet gehört zu den trockensten und sonnigsten Weinlandschaften Griechenlands. Niederschläge konzentrieren sich überwiegend auf die kühleren Monate; die Sommer sind lang und wasserarm.
Savatiano ist an diese Bedingungen gut angepasst. Die Sorte kann auch bei Trockenheit zuverlässig reifen und bewahrt in alten, nicht bewässerten Weinbergen ihre strukturelle Substanz. Für die Qualität bleiben Ertragsniveau, Traubengesundheit und der richtige Lesezeitpunkt entscheidend.
Viele der für die wichtigsten Weißweine genutzten Parzellen liegen auf rund 100 Metern Höhe. Die Reben wachsen an sanften, nach Norden ausgerichteten Hängen auf kalkhaltigem Untergrund. Sandige und tonhaltige Bestandteile unterscheiden sich von Weinberg zu Weinberg und beeinflussen Drainage, Wasserspeicherung und Wuchskraft.
Die Bodenbeschaffenheit lässt sich nicht unmittelbar in einen bestimmten Geschmack übersetzen. Ihre Bedeutung zeigt sich im Zusammenspiel mit Trockenheit, Exposition, Rebalter und der tiefen Durchwurzelung nicht bewässerter Anlagen.
Savatiano als eigenständige Weißweinsorte
Savatiano besitzt meist eine moderatere Säure als Assyrtiko und eine zurückhaltendere Primäraromatik als Malagouzia. Seine Stärke liegt in der Verbindung aus gelber Frucht, trockener Kräuterwürze und texturaler Substanz.
Typische Ausführungen können folgende Aromen zeigen:
- Zitrone und Zitrusschale
- gelber Apfel, Birne und Pfirsich
- Kamille und getrocknete Blüten
- Heu und mediterrane Kräuter
- Mandel und dezente nussige Nuancen
Mit zunehmender Flaschenreife können Honig, Wachs und getrocknete Kräuter stärker hervortreten. Das konkrete Entwicklungsvermögen hängt von Ertrag, Jahrgang, Vinifikation und Lagerung ab.
Papagiannakos arbeitet mit mehreren Ausbauformen, um einzelne Seiten des Savatiano sichtbar zu machen. Edelstahl, spontane Gärung, Einzellagenausbau und französische Eiche führen dabei zu deutlich unterschiedlichen Weinen.