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Oenops Wines vinifiziert in Prosotsani autochthone Rebsorten aus ausgewählten Weinbergen verschiedener griechischer Regionen. Nikos Karatzas arbeitet dabei mit Amphoren, Beton, Edelstahl und großen gebrauchten Holzfässern. Vidiano, Limniona, Xinomavro und Roditis erhalten so jeweils eine eigenständige, herkunftsbezogene Ausprägung.
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Oenops Wines: Autochthone Rebsorten aus ausgewählten Weinbergen Griechenlands
Oenops Wines arbeitet mit einheimischen Rebsorten aus verschiedenen Weinregionen Griechenlands. Die Trauben stammen von langjährigen Partnerbetrieben und werden in Prosotsani bei Drama getrennt nach Herkunft und Parzelle verarbeitet. Amphoren, Beton, Edelstahl und große gebrauchte Holzfässer ermöglichen unterschiedliche Ausbauformen, ohne den Charakter der jeweiligen Sorte unnötig zu verändern.
Ein Weingut ohne eigenen Rebbesitz
Oenops Wines wurde 2015 von dem Önologen Nikos Karatzas gegründet. Nach seinem Studium des Chemieingenieurwesens in Thessaloniki und seiner önologischen Ausbildung in Bordeaux war er mehr als ein Jahrzehnt für Ktima Pavlidis in Drama tätig.
Mit Oenops entschied er sich bewusst gegen das klassische Modell eines Weinguts mit ausschließlich eigenen Rebflächen. Stattdessen arbeitet das Unternehmen mit ausgewählten Weinbauern aus mehreren Regionen zusammen. Im Mittelpunkt stehen ältere Rebanlagen, autochthone Sorten und Standorte, die aufgrund ihrer Höhenlage oder ihres kühleren Mikroklimas eine langsame Reife ermöglichen.
Diese Arbeitsweise setzt verlässliche Partnerschaften voraus. Die Qualität wird nicht erst im Keller bestimmt. Bewirtschaftung, Ertrag, Traubengesundheit und Lesezeitpunkt werden gemeinsam mit den jeweiligen Winzern abgestimmt. Das ermöglicht Oenops den Zugang zu Rebsorten und Parzellen, die über weite Teile Griechenlands verteilt liegen.
Der Keller in Prosotsani ist deshalb weniger Ausdruck einer einzelnen Weinregion als ein gemeinsamer Ort für unterschiedliche Herkünfte.
Herkunft bleibt auch nach dem Transport erkennbar
Die Trauben gelangen aus Kreta, Thessalien, Makedonien und weiteren griechischen Anbaugebieten nach Drama. Vidiano stammt beispielsweise aus kretischen Weinbergen, Limniona aus Thessalien und Xinomavro aus verschiedenen nordgriechischen Zonen.
Jede Partie wird zunächst getrennt verarbeitet. Dadurch können Unterschiede bei Reife, Säure, Schalenstruktur und Aromatik berücksichtigt werden. Erst nach Gärung und Ausbau wird entschieden, ob ein Wein reinsortig abgefüllt oder mit anderen Partien zu einer Cuvée verbunden wird.
Dieses Vorgehen unterscheidet sich von einem klassischen Herkunftswein aus geschlossenem Eigenbesitz. Oenops bildet nicht das Terroir von Prosotsani ab, sondern interpretiert Rebsorten und Weinberge aus mehreren Teilen Griechenlands in einem gemeinsamen Keller.
Kellerarbeit mit unterschiedlichen Ausbaugefäßen
Für die Gärung und Reifung verwendet Oenops Edelstahl, Betonbehälter, Tonamphoren und größere gebrauchte Holzfässer. Neues Holz spielt nur eine untergeordnete Rolle. Seine Aromen sollen die Frucht und die sortentypischen Merkmale nicht verdecken.
Bei mehreren Weinen erfolgt die Gärung spontan mit den auf den Trauben und im Keller vorhandenen Hefen. Andere Entscheidungen – etwa Maischekontakt, Ganztraubenanteil, Hefelager oder der Verzicht auf Filtration – werden nicht pauschal auf das gesamte Sortiment übertragen.
Ein Vidiano mit heller Frucht und breiter Textur benötigt eine andere Behandlung als ein gerbstoffbetonter Xinomavro oder ein über mehrere Wochen auf den Schalen vergorener Roditis. Die Vinifikation richtet sich deshalb nach dem Zustand der Trauben und dem angestrebten Aufbau des jeweiligen Weines.
Die Qualität wird dabei nicht an möglichst wenigen Eingriffen gemessen. Maßgeblich ist, ob Frucht, Säure, Gerbstoff und Textur in einem nachvollziehbaren Verhältnis stehen.
Ein Sortiment mit klarer Gliederung
Die drei Weinlinien unterscheiden sich nicht allein durch Etikett und Preis.
APLA steht für Cuvées, in denen mehrere griechische Sorten gemeinsam einen zugänglichen und ausgewogenen Weinstil ergeben. DOTS stellt einzelne Rebsorten und ihre jeweilige Textur in den Vordergrund. RAW arbeitet mit längerer Mazeration, spontaner Gärung und einem weitgehenden Verzicht auf Zusätze.
Diese Gliederung macht die Arbeitsweise von Oenops nachvollziehbar. Das Weingut zeigt autochthone Sorten nicht in einer einheitlichen Kellerstilistik, sondern passt Gärung und Reife an ihre unterschiedlichen Voraussetzungen an.