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Ktima Tselepos ist eng mit dem Hochplateau von Mantinia und der Rebsorte Moschofilero verbunden. Die hoch gelegenen Weinberge Arkadiens prägen Weine mit klarer Säure, floraler Aromatik und feiner Struktur. Projekte auf Santorini und in Nemea ergänzen das Sortiment um Assyrtiko und Agiorgitiko aus zwei weiteren bedeutenden Herkunftsgebieten Griechenlands.
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Ktima Tselepos: Moschofilero aus Mantinia und drei griechische Herkünfte
Ktima Tselepos liegt am südöstlichen Rand des Mantinia-Plateaus in Arkadien. Die hoch gelegenen Weinberge, das kühle kontinentale Klima und die spät reifende Rebsorte Moschofilero bilden den Kern des Weinguts. Ergänzt wird das Sortiment durch eigenständige Projekte auf Santorini und in Nemea sowie durch ausgewählte internationale Rebsorten aus den Weinbergen rund um Rizes.
Das Mantinia-Plateau
Yiannis und Amalia Tselepos gründeten das Weingut 1989 bei Rizes, an den Ausläufern des Parnonas-Gebirges. Die eigenen Weinberge liegen auf etwa 750 Metern Höhe und gehören damit zu den kühleren Standorten des Peloponnes.
Die Höhenlage verzögert den Reifeverlauf der Trauben. Kühle Nächte unterstützen den Erhalt der natürlichen Säure, während die vergleichsweise lange Vegetationsperiode eine langsame aromatische Entwicklung ermöglicht. Moschofilero wird in Mantinia deshalb häufig erst im Oktober gelesen.
Die Böden rund um das Weingut bestehen überwiegend aus kargem, steinigem Lehm und tonhaltigen Formationen. Ihre Bedeutung liegt vor allem im Wasserhaushalt, in der Drainage und in der Begrenzung der Wuchskraft. Ein bestimmter Geschmack lässt sich aus der Bodenart allein nicht ableiten.
Moschofilero im Mittelpunkt
Moschofilero besitzt rosafarbene bis graue Beerenschalen, wird jedoch überwiegend zu hellen Weißweinen verarbeitet. Die Sorte zeigt typischerweise Zitrusfrüchte, grüne Früchte, Rosenblätter und eine feinwürzige, gelegentlich an Muskat erinnernde Aromatik.
Ihre lebendige Säure und der vergleichsweise leichte Körper eignen sich für trockene Weißweine ebenso wie für Rosé- und Schaumweine. Schalenkontakt, Hefelager und Ausbaugefäß erweitern das stilistische Spektrum erheblich.
Die PDO Mantinia verlangt einen Mindestanteil von 85 Prozent Moschofilero. Die meisten heutigen Abfüllungen – darunter auch der Mantinia von Tselepos – werden vollständig aus der Rebsorte erzeugt.
Mantinia
Blanc de Gris
Blanc de Gris stammt aus der Einzellage Perpatiara auf etwa 750 Metern Höhe. Der Most wird auf Edelstahl, Amphoren und große Holzfässer verteilt und anschließend rund vier Monate auf der Feinhefe ausgebaut.
Durch die Verbindung verschiedener Gebinde erhält der Wein mehr Textur als der klassische Mantinia. Weiße Blüten, Zitrusfrüchte und Orangenblüte bleiben erkennbar, werden jedoch von einer festeren Struktur und einem längeren Nachhall begleitet.
Gris de Nuit
Gris de Nuit ist ein trockener Rosé aus Moschofilero. Eine etwa zweitägige kalte Mazeration löst einen Teil der Farbe und der aromatischen Bestandteile aus den Schalen. Anschließend wird der Wein ähnlich wie ein Weißwein bei niedrigen Temperaturen vergoren.
Die lachsfarbene Ausführung verbindet Zitrusfrüchte, Rosen- und Jasminnoten mit einer frischen Säure und einer etwas ausgeprägteren Textur. Sie eignet sich besonders zu würzigen Gemüsegerichten, Pilzrisotto und asiatisch geprägten Speisen.
X•mf
X•mf zeigt eine wesentlich stärker vom Maischekontakt geprägte Interpretation des Moschofilero. Der Wein wird offiziell als trockener Rosé geführt, entsteht jedoch durch eine rund zwanzigtägige Extraktion mit einem Teil der Rappen. Die spontane Gärung wird von einer sechsmonatigen Reifung in Tonamphoren gefolgt; auf Schönung und Filtration wird verzichtet.
Die lange Mazeration erweitert das florale Profil der Rebsorte um Quitte, getrocknete rote Früchte, Kräuter und eine spürbare Gerbstoffstruktur. Aufgrund seiner Herstellung und Farbe steht der Wein stilistisch zwischen Rosé und maischevergorenem Weißwein, ohne sich eindeutig einer klassischen Kategorie unterzuordnen.
Amalia: Schaumwein aus Moschofilero
Die Säure und die florale Aromatik des Moschofilero bilden auch die Grundlage der Schaumweinlinie Amalia.
Amalia Brut wird nach der traditionellen Methode erzeugt. Nach der zweiten Gärung in der Flasche bleibt der Wein neun bis zwölf Monate auf der Hefe. Zitrusblüten, Rose und Honig werden durch feine Noten von Brioche und Hefe ergänzt.
Amalia Vintage wird nur aus Trauben eines einzelnen Jahrgangs erzeugt und reift etwa zwei Jahre auf der Hefe. Die längere Lagerung bringt eine ausgeprägtere Textur sowie Noten von Gebäck, Zitrusfrucht und geröstetem Brot hervor.
Die Schaumweine eignen sich zu Austern, rohen Meeresfrüchten, Sushi, weichem Käse und frittierten Vorspeisen.
Rote Einzellagen aus Arkadien
Neben Moschofilero kultiviert Ktima Tselepos internationale rote Rebsorten in hoch gelegenen Weinbergen am Parnonas-Gebirge.
Kokkinomilos
Kokkinomilos wird vollständig aus Merlot erzeugt. Die Einzellage liegt auf etwa 750 Metern Höhe und besitzt steinige, tonhaltige Böden mit guter Drainage.
Nach einer langen Maischestandzeit reift der Wein 15 Monate überwiegend in neuen französischen Eichenfässern. Rote und dunkle Früchte, Eukalyptus, Schokolade und reife Gerbstoffe bestimmen das Profil. Der Wein ist für eine mehrjährige Flaschenentwicklung ausgelegt.
Avlotopi
Avlotopi stammt aus Cabernet Sauvignon, der auf etwa 750 bis 780 Metern Höhe wächst. Auch dieser Wein durchläuft eine lange Extraktion und reift 15 Monate überwiegend in neuer französischer Eiche.
Dunkle Beeren, Gewürze, Kaffee und Röstaromen werden von einer festen Tanninstruktur und präsenter Säure begleitet. Geeignete Speisen sind Rindfleisch, Wild, geschmortes Ziegenfleisch und gereifter Hartkäse.
Canava Chrissou–Tselepos auf Santorini
Das Santorini-Projekt entstand aus der Zusammenarbeit von Yiannis Tselepos mit der Familie Chrissou. Die eigenen Weinberge liegen in Pyrgos, Emporio und Megalochori und sind vorwiegend mit alten Assyrtiko-Reben bepflanzt.
Der klassische Santorini Assyrtiko wird im Edelstahl vergoren und rund drei Monate auf der Feinhefe ausgebaut. Zitrusfrüchte, Kräuter und eine feste Säurestruktur bestimmen den trockenen Verlauf.
Laoudia stammt aus einer terrassierten Einzellage bei Pyrgos. Der Wein wird in Amphoren vergoren und ausgebaut, wodurch eine ausgeprägtere Textur und eine leicht griffige Struktur entstehen.
Nykteri wird aus sehr reifen Assyrtiko-Trauben erzeugt, in großen französischen Holzfässern vergoren und acht Monate auf der Feinhefe ausgebaut. Reife Zitrusfrucht, Steinobst, Honig, Nüsse und Fasswürze prägen diese körperreichere Stilistik.
Zum Sortiment gehört außerdem ein Vinsanto aus sonnengetrockneten Assyrtiko- und Aidani-Trauben, der mehr als fünf Jahre im Holz reift.
Ktima Driopi in Nemea
Ktima Driopi liegt in Koutsi innerhalb der PDO Nemea. Im Mittelpunkt steht Agiorgitiko, das hier als Rosé sowie in unterschiedlich strukturierten Rotweinen ausgebaut wird.
Driopi Classic zeigt die fruchtbetontere Seite der Rebsorte. Der Wein reift acht bis zehn Monate in gebrauchten französischen Fässern und verbindet rote Frucht mit milden Gewürzen und geschmeidigen Gerbstoffen.
Ktima Driopi Reserve stammt aus einem höherwertig selektierten Teil der Weinberge. Nach einer etwa 25-tägigen Extraktion reift der Wein zwölf Monate in französischer Eiche und weitere sechs Monate auf der Flasche. Die längere Mazeration und der höhere Anteil neuer Fässer führen zu einer dichteren Struktur und einem längeren Reifefenster.
Cava Driopi wird über einen noch längeren Zeitraum ausgebaut und steht für die gereifte, konzentrierte Interpretation des Agiorgitiko innerhalb des Hauses.